Wir sagen DANKE!

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In diesem für uns sehr sehr schweren Katzenjahr haben wir viel Hilfe erfahren, wofür wir sehr dankbar sind! Die Hilfe kam in Form von Geldspenden, Futterpaketen, aber auch in Form von netten Mails und Facebook-Beiträgen. Es ist schön zu sehen, dass man nicht alleine ist. Danke Danke Danke!

Denn dieses Jahr 2016 ist eines der schlimmsten Katzenjahre für uns. Fast jeden Monat mussten wir ein Kätzchen begraben. Im Januar unsere Happy (11 Jahre alt an Nierenversagen) und dann die blinde Mimi aus Sachsen-Anhalt (ca. 15 an Leberversagen oder FIP). Im Februar Lischen, erst vier Jahre alt, durch eine Anämie ungeklärter Herkunft. Im März Fundkater Ebert, der schon sehr krank kam und nur eine Woche bei uns war, er starb auch an einer Anämie, versursacht duch Hämotrophe Mykoplasmen, die nicht behandelt wurden. Im Mai dann unser Freddy, 9 Jahre alt, er hatte neurologische Ausfälle schlimmster Art und da er scheu war und es nicht behandelbar war, mussten wir ihn einschläfern. Im Juni Rosine (erst 3 Jahre alt an einem Erguss im Brustorb durch ein Herzproblem verursacht). Im August dann Peterle, 20 Jahre, an Altersschwäche. Und im September Fundkater Alfons. Und es kamen 9 Katzenkinder zu uns, die alle sehr krank waren oder noch sind. Sieben von ihnen mussten mit der Flasche aufgezogen werden. Dazu noch die chronisch kranken Katzen, die dauerhaft bei uns leben und viel Fürsorge brauchen. Ein Kraftakt.

Aber nun scheint das schlimmste überstanden und wir blicken wieder mit Optimismus in die Zukunft. Die Katzenkinder haben alle überlebt und sind munter und fröhlich und bald vermittlungsbereit. Knopfauge Blacky hat sein supertolles Zuhause gefunden.

Bis jetzt hatten wir folgende Ausgaben im Jahr 2016:

  • Tierarzt: 3.401,91 EUR
  • Medizin: 1.300,76 EUR
  • Laborkosten (Blut etc.): 408,39 EUR
  • Futter und Streu: 5.409,55 EUR
  • Zubehör: 318,93 EUR

An Einnahmen waren es:

  • Spenden Lilienbecker, darunter Erlöse MIMMI: 7.153,46 EUR
  • Spenden Sonstige, darunter Charity-Event 1.040,- EUR: 3.917,19 EUR
  • Sachspenden Lilienbecker: 1.345,82 EUR
  • Sachspenden Sonstige: 161,15 EUR

Wer es genau nachlesen möchte, hier ist alles aufgelistet: 2016-mimmis-ausgaben-verein-numbers-transaktionen

Servus, lieber Alfons

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Alfons tauchte vor gut einem Jahr an unserer Futterstelle auf. Ein Kater, sehr dick mit schlechtem Fell. Aber gutmütig und zutraulich. Wir haben überall rumgefragt, wo er hingehört. Niemand schien ihn zu vermissen. Wir konnten ihn leider nicht aufnehmen und er schien den Winter ganz gut zu überstehen. Wir haben ihn weiterhin gefüttert und er war mal hier und mal da im Dorf unterwegs. Wir dachten, er hat dann doch Anschluss gefunden.

Bei Alfons konnte man zusehen, wie er verwilderte. Er wurde misstrauisch und vorsichtig. Er war nun ein normal gewichtiger große Kater mit schönem Fell, der sich aber nicht mehr anfassen liess. Im Spätsommer hat Jens gemerkt, dass er Probleme mit dem Fressen hat, er hatte auch abgenommen. Wir konnten ihn kurz einfangen, ich habe ihn kurz anschauen dürfen, die Zähne schienen auf den ersten Blick in Ordnung. Er begann dann auch zu rotzeln und bekam Medizin. Mittlerweile war die Kranke-Katzenkinder-Welle über uns hereingeschwappt und wir konnten uns nicht um ihn kümmern. Dann war die Tierärztin in Urlaub. Aber als sie wieder da war, haben wir gleich einen Termin gemacht und ihn eingefangen. Ich bin erschrocken, er hatte weiter abgenommen.

Als er in Narkose lag, hat man gesehen, dass er im Maul kleine schmerzhafte Geschwüre hatte, die anscheinend nicht auf die Antibiotikabehandlung, die er ja draußen bekam, angesprochen haben. Wir haben eine Gewebeprobe und auch Blut eingeschickt. Die Gewebeprobe war ohne Befund, das Blutbild war noch gut, der Hämatokrit und die Leukozyten waren aber im unteren Referenzbereich. Also haben wir ihn testen lassen. FIV und auch FeLV positiv. Leider hat ein PCR-Test das Ergebnis bestätigt. Alfons hatte gleich zwei schlimme Krankheiten.

Wir haben dennoch nicht gleich aufgegeben, sondern ihn mit verschiedenen Antibiotika und Schmerzmitteln behandelt. Eine Interferon-Behandlung (fragt nicht, was das kostet), hat zwar Erfolge gezeigt, aber nur kurzfristig. Alfons hat alles brav mitgemacht. Er schien froh zu sein, dass sich nun endlich jemand um ihn kümmert.

Er hat mein Omasofa im Vorraum bezogen und hat sich da sehr wohlgefühlt. Er hätte ein bisschen an die Luft gekonnt, wenn er gewollt hätte, aber er wollte nicht. Wir haben ihn dazu gebracht, dass er frisst. Frisches Brathuhn, Matschefutter, Breichen, alles was nicht brennt und nicht weh tut.

Letzten Donnerstag konnte er dann nicht mehr fressen. Er hat es versucht, aber er hat trotz Schmerzbehandlung einen Salto gemacht, als Futter an seine Wunden kam. Und er hat den Tag nicht mehr auf sondern unter dem Sofa verbracht. Das war für uns ein Zeichen, dass es Zeit ist und wir sein Leiden beenden müssen. Die Tierärztin kam ins Haus und er ist hier bei uns friedlich eingeschlafen. Es war sehr unwahrscheinlich, dass wir ihm hätten helfen können, aber versuchen wollten wir es trotzdem.

Alfons, Du warst ein wunderbarer Kater und wir weinen um Dich. Mir tut es so arg leid, dass wir Dich nicht schon früher geholt haben. Ich hatte Dir versprochen, dass Du den Winter nicht nochmal draussen verbringen musst. Leider hatten wir keine Gelegenheit mehr, dieses Versprechen auch zu halten. Du hast Dich sicherlich bei den Bauernhofkatzen angesteckt, da haben viele Leukose. Wenn sie dann sterben, holen sich die Bauern halt neue Kätzchen irgendwo. Und so hört das Leid nie auf.

Servus, Alfons, es tut mir einfach nur leid…..